Weiterbildung

Weiterbildung SDBB: massgeschneidert und qualitätsgesichert

Von Anfang an der Qualität verpflichtet - sprachregional und national

Während das SDBB mit seiner Gründung des SDBB die Verantwortung für das gesamte Weiterbildungsangebot für die Fachpersonen der BSLB in der Romandie übernahm, blieb die Organisation des Weiterbildungsprogramms für die Deutschschweiz zunächst beim bisherigen Ausrichter, dem Schweizerischen Verband für Berufsberatung. Das SDBB übernahm im Auftrag der Kantone jedoch die Finanzierung und das Controlling und stellte für die Koordination des Weiterbildungsprogramms in der Romandie eine Mitarbeiterin ein, welche vorerst am Lausanner Sitz des SVB arbeitete. Mit der Auflösung des SVB 2008 übernahm das SDBB per 2009 auch die Verantwortung für den deutschsprachigen Teil und integrierte alle Mitarbeitenden ins SDBB in Bern.

Im Interesse, auf gesamtschweizerischer Ebene die Anforderungen an die Weiterbildung der Beratungs- und Dokumentationsfachleute kohärent zu definieren und die Qualität sicherzustellen, wurde von Anfang an eine nationale Fachkommission "Weiterbildung" gebildet. Diese stellte - basierend auf dem neu erstellten Kompetenzprofil für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatenden - bereits 2009 ein "Konzept und Qualitätssicherung der Weiterbildung SDBB" auf, welches die Eckpunkte für deren Inhalte und Erarbeitung definiert.

Die Erarbeitung des Programms erfolgt seit jeher mit der Unterstützung von sprachregionalen Arbeitsgruppen aus BSLB-Fachpersonen und in Zusammenarbeit mit qualifizierten Kursleitenden und Weiterbildungsinstitutionen.

Umfassende Bedürfniserhebung und Evaluation - hohe Zufriedenheit

Eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Erarbeitung eines erfolgreichen Weiterbildungsprogramms ist es, die Bedürfnisse der Auftraggebenden und der Teilnehmenden zu wissen, wie sie mit den bisherigen Angeboten zufrieden waren. Darum leistet das SDBB einen hohen Aufwand in der Bedarfserhebung wie auch der Evaluation:

  • Im Vorfeld der Erarbeitung eines neuen Weiterbildungsprogrammes werden sämtliche Fachpersonen der BSLB, der Information-Dokumentation und der Administration wie auch die kantonalen Verantwortlichen für die BSLB ausführlich zu ihren Weiterbildungsbedürfnissen befragt. Dies geschieht mit einem Online-Tool, was umfassende sowohl quantitative wie qualitative Auswertungen nach Zielgruppen, Prioritäten und Themen erlaubt (Beispiel: Bedarfserhebung 2017 -> Programm 2018)
  • Nachdem zu Beginn die einzelnen Veranstaltungen manuell evaluiert wurden, erlaubte eine grossangelegte Evaluation ein 2010 Gesamtbild über das Weiterbildungsangebot des SDBB.
    Seither wird jede einzelne Veranstaltung systematisch und online durch die Teilnehmenden evaluiert. Für das Gesamtangebot des SDBB wurde als Benchmark eine Zufriedenheitsrate von 75% aller Rückmeldungen im positiven Bereich definiert; dieser Wert wird seither immer erreicht.

    Die kantonalen Verantwortlichen der BSLB geben am Ende eines Programmjahres ihre Zufriedenheit mit dem SDBB-Weiterbildungsprogramm bekannt (Beispiel: Evaluation 2016).

 

  • Schliesslich können sich Mitarbeitende und kantonale Verantwortliche jeweils im Herbst unmittelbar nach Veröffentlichung zur Zufriedenheit mit dem Programm des Folgejahres äussern.

Alle diese Massnahmen tragen dazu bei, dass das Weiterbildungsprogramm des SDBB nahe an den Bedürfnissen und Wünschen der Auftraggebenden wie auch der Teilnehmenden ist.

Nationale Fachtagungen

Um den Austausch zwischen den Sprachregionen und den Fachpersonen zu fördern, organisiert das SDBB seit 2009 nationale Fachtagungen rund um wichtige Themen der BSLB:

Die bei den Fachpersonen der BSLB und der Information-Dokumentation sehr beliebten Veranstaltungen bieten die Gelegenheit, im grösseren Rahmen vertieft auf Trends und zentrale Fragestellungen wie z.B. die Entwicklung der BSLB im Kontext der Digitalisierung oder die Veränderung des Kompetenzprofils von I+D-Fachleuten zu diskutieren.
Die Fachtagungen werden von jeweils 150 - 250 Personen besucht.

Herausforderungen

Das SDBB sieht sich mittelfristig im Bereich der Weiterbildungsangebote primär mit zwei Herausforderungen konfrontiert:

  • Finanzsituation der Kantone
    Das Weiterbildungsangebot des SDBB finanziert sich ausschliesslich durch einen Sockelbeitrag der Kantone (Infrastruktur und Personalkosten) sowie Teilnahmegebühren. Die Kantone stehen zunehmend unter Spardruck, die Teilnehmerzahlen sinken schwach aber stetig; es stellt sich dem SDBB die Frage, wie die Finanzierung mittelfristig stabil gehalten werden kann.
  • Zertifizierende Angebote
    Auch in der BSLB verstärkt sich die Tendenz, zertifizierende Weiterbildung zu bevorzugen. Das SDBB ist aus strukturellen Gründen nicht in der Lage, selber zertifizierende Kurse anzubieten. In Absprache mit den kantonalen Verantwortlichen (Bedarfserhebung) überlässt das SDBB diesen Bereich den grösseren, breiter aufgestellten Bildungsinstitutionen und fokussiert mittelfristig auf massgeschneiderte Angebote für die relativ kleine Zielgruppe der BSLB und Informationsfachleute.

Die Weiterbildung BSLB auf sdbb.ch: www.sdbb.ch/weiterbildung
Das Weiterbildungsprogramm: www.weiterbildung.sdbb.ch